The Dream Machine

In den Superlevel-Büros

Wenn das Wort “handgemacht” im Raum schwebt, dann geht es viel um Kunst und Holz und Traumfänger, selten um Videospiele. Außer vielleicht beim Adventure The Dream Machine. Die beiden schwedischen Designer Erik Zarking und Anders Gustafsson haben das Spiel nämlich aus Ton und Pappe gebastelt — und ihm dann ein digitales Herz eingepflanzt. Seit kurem sind die ersten drei Episoden des Fünfteilers auch auf Steam erhältlich und zeigen, dass The Dream Machine nicht nur durch den unüblichen Look ein äußerst interessantes Adventure ist.

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Victor Neff und seine schwangere Frau Alicia ziehen in einen Altbau in einer neuen Stadt, um ihrem Kind ein Zuhause zu geben. Was sie in der scheinbar perfekten Wohnung finden, sind sonderbare Maschinen, Kabel in den Wänden und einen Haushälter, der auf Alicia befremdlich wirkt. Es folgt eine Reise durch immer surrealer werdende Traumwelten im Tonfigur-Stil, der The Dream Machine irgendwo zwischen Kinderzimmer und Alptraum verortet. Mindestens genauso interessant wie der visuelle Stil, sind allerdings auch die Puzzles.

The Dream Machine erinnert, ähnlich wie etwa Gemini Rue, zuerst an ein sehr in realen Problemen geerdetes Spiel. Ein Tisch muss aufgestellt, eine Telefonnummer herausgefunden werden. Das ändert sich aber schnell. Dann referenziert The Dream Machine eher Myst und stellt Victor vor Maschinen, die begriffen wollen und Codes, die geknackt werden müssen. Die Variablen in den Rätselsystemen sind dabei bei jedem Spielstart neu gemischt. Das heißt: Der Safecode ist stets anders, das System nach dem er erstellt wurde bleibt aber gleich. Das zwingt zum Umdenken. The Dream Machine will keine Lösungen, sondern das Begreifen des Rätseldesigns, kurz: Wie man an die Lösungen kommt. Und auch wenn ich Schalterrätsel und Code-Sucherei persönlich nicht ausstehen kann: Das ist ein toller Ansatz, der teils an klassische Adventures wie Indiana Jones and the Fate of Atlantis erinnert, aber gefühlt zu selten benutzt wird.

Letztendlich ist es das Zusammenspiel von handgemachter Ästhetik und bizarren Puzzlemaschinen, die The Dream Machine ein ganz eigenes Spielgefühl geben. Es ist ein benebeltes Wandern durch Traumwelten, die erst durch die Rätsel ihre ganz eigene, verworrene Logik entwickeln.

Die ersten drei Episoden von The Dream Machine gibt es für PC und Mac direkt vom Entwickler und über Steam für ca. 14€. Unter allen Kommentaren mit den verstörendsten Traumschilderungen verlosen wir einen von drei Steam-Keys.

Mehr Informationen, sowie eine Demo gibt es auf der offiziellen Webseite.