The Snowfield

Brrrrr. Kalt hier! In The Snowfield wird sich besser warm angezogen. Im Nachspiel einer zerstörerischen Schlacht findet sich der Spieler als Soldat inmitten von Überresten aus Schnee, Holz und Asche wieder.

Die Aufgabe ist denkbar einfach: Überleben, ohne zu erfrieren. Weitere Soldaten müssen vor dem Kältetod gerettet, das schützende und lebenswichtige Feuer am Brennen gehalten werden. Die Grafik des in Unity entwickelten Spiels mag zwar simpel gehalten sein, hat durch interessanten Art-Style (der mich an die wunderbaren Silent-Hill-Reihe zurückdenken lässt) und die gesamtheitliche Tristesse aber starke Wirkung.

Hier wird mit kleinsten Mitteln interessant Storytelling betrieben, denn The Snowfield kommt ohne Dialoge, Texte, komplizierte künstliche Intelligenz oder andere aufgeblasene Inhalte aus. Durch Interaktion zwischen dem Spieler, den herumliegenden Items und den übers Schlachtfeld verteilten Soldaten wird die Geschichte vorangetrieben – was mich drei oder vier Anlaufe gekostet hat. Der Entwicklungsprozess lief hier nämlich ein wenig anders als üblich:

The idea was not to relying on codified narrative theories or formulas – like three-act structures, etc. – but rather assume “what makes a good story” cannot be systematized and instead must be arrived at organically via extensive user testing.

Alternative Erzählstrukturen wie itembasierte Interaktion sind ein interessanter Weg, Komplexität und Individualität ins Spiel zu bringen. Ohne eine klar ausgelegte Hintergrundgeschichte nimmt der Spieler neben der Rolle des Protagonisten nämlich gleichzeitig die des Erzählers ein – so wird der Spielende durch die Folgen seiner Entscheidungen weitaus stärker involviert.

Ich bin (nicht nur als Survival-Fanboy) ziemlich begeistert. Wer schafft mehr als vier Soldaten?

(via)