GBJam 3: Roguelight

Roguelight

Erst im Juni zog sich ein Forscher in einer Höhle mit dem klangvollen Namen Riesending eine schwere Kopfverletzung zu. Seine darauffolgende Rettung dauerte sechs Tage und hunderte Helfer waren daran beteiligt. Am Ende ging alles glimpflich aus – vielleicht einer der Gründe, warum die Höhlenforschung trotz Gefahren nicht an Faszination zu verlieren scheint. Für den GBJam programmierte Daniel Linssen (The Sun And Moon) Roguelight. Das Spiel dreht sich um eine todesmutige Höhlenforscherin, die bewaffnet mit Pfeil und Bogen in Untiefen voller Monster hinabsteigt, um dort Münzen einzusammeln.

Während die Höhle in vier Game-Boy-Grautönen am Eingang noch relativ gut erleuchtet ist, wird sie weiter unten immer dunkler. Nur wenige Fackeln weisen den Weg. Allerdings neigt die Höhlenforscherin dazu, ihre Pfeile anzuzünden – das ist praktisch, denn sobald sie einen davon in ihren Bogen spannt, umgibt sie ein wohliger Lichtschein, der das Navigieren in der Höhle leichter macht. Gleichzeitig sind aber Pfeile wie Lebenspunkte begrenzt und Höhlenmonster gefährlich, weshalb der Tod nicht lange auf sich warten lässt.

Gut, dass das Nirvana in Roguelight ein kleiner Höhlenforscherladen ist, indem Menschen nach ihrem Ableben für eingesammelte Goldmünzen neue Ausrüstung erwerben können. Die Protagonistin steht danach zwar wieder am Eingang der Höhle, hat aber beispielsweise mehr Pfeile, Lebenspunkte oder kann höher springen. Kein Tod ist in Roguelight somit wirklich umsonst, ein ständiges Fortschrittsgefühl umgibt die Spielerfahrung – ganz wie eine brennende Fackel, die den Weg ins Dunkel ausleuchtet.