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Archiv: Tag „jump’n’run“

jump’n’run

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The Deer God: Und täglich grüßt das Murmeltier

Spätestens seit Walt Disney im Jahr 1942 mit seiner Bambi-Verfilmung weltweit kullernden Kinderaugen Tränen in die Augen trieb, ist das Verhältnis zwischen Mensch und Reh weithin als belastet bekannt. Blutdürstende Jägersleut schießen sich durch Wald und Wiesen, nehmen dankend alles entgegen, was ihnen vor die Flinte läuft, nur um ihre unerklärliche Mordlust zu stillen. (…)

Trash TV: Fernsehen macht dumm

Harald Schmidt kokettierte, als er noch relevant war, gerne mit dem Begriff “Unterschichtenfernsehen” und spielte damit auf die vermeintliche Verdummung an, die übermäßiger TV-Konsum mit sich führen sollte. Natürlich ironisch, denn seine Sendung lief ja selbst auf dem mit dem Ruf eher zweifelhafter Qualität belegten Privatsender Sat1. Die Harald Schmidt Show war vermutlich auch das letzte Mal, dass ich selbst wirklich fern sah. (…)

PLANETER: Space Jumper

Als Kind habe ich mich oftmals gefragt, warum man nicht einfach von der Erde auf den Mond springen kann. Anlauf nehmen, springen, durch den Weltraum schweben und heil in das Gravitationsfeld des Mondes eintreten. Inzwischen ist mir leider bekannt, dass dieses Vorhaben nebst diversen anderen Hindernissen auch an Fluchtgeschwindigkeit scheitert. Dass ich mich so nie auf 11,2 km/s beschleunigen konnte, um überhaupt den Fängen der Erde zu entkommen, ist weniger überraschend. (…)

Apotheon: Der gute Ton

Kratos‘ Rachefeldzüge durch den Olymp waren in erster Linie blutig, doch hinterließ er auch ein Ausmaß an Sachbeschädigung, das beim Anblick des jüngst erschienenen 2D-Action-Adventures Apotheon die wahre Tragödie seiner Taten darstellt. Wenn auf all den zerschmetterten Amphoren des von ihm durchstreiften Keramik-Outlets der altgriechischen Mythologie solch feinziselierte Pinselstriche Verwendung fanden, wie bei der grafischen Gestaltung dieses bildhübschen Titels, mag man sich den Verlust für die Kunstnachwelt gar nicht ausmalen. (…)

After The Credits: Late life depression

Nur wenige Spieler dürften im Jahr 1988, als die NES-Portierung von Contra erschien, auch das Ende des Spiels erlebt haben. Trotz Konami-Code war der Sidescroller noch sagenhaft schwer. Und diejenigen, die tatsächlich die Credits über den Bildschirm laufen sahen, haben sich wahrscheinlich auch nicht gefragt, wie es danach weiter geht. Trotzdem wird diese Frage jetzt beantwortet: mit After The Credits, dem Beitrag von Acid Wizard Studio zum Global Game Jam 2015. (…)

Disorder: Trauerarbeit

Etwa 5% aller in Deutschland lebenden Menschen haben eine Depression. Je nach Studie kann diese Zahl etwas variieren. Einschließlich undiagnostizierten Dunkelziffern, Menschen mit depressiven Phasen oder verschleiernden Begriffen wie “Burnout” dürfte die reale Zahl höher ausfallen. Und obwohl allein in Deutschland Millionen Menschen betroffen sind, öffnet sich der gesellschaftliche Diskurs nur langsam für das Thema, das für viele immer noch ein Tabu ist. (…)

Mit Schwung gegen die Kollisionsabfrage: The Sun and Moon

Wenn in der Geometrie zwei Objekte miteinander kollidieren und dies durch eine rechnerische Methode erkannt wird, heißt diese Methode Kollisionsabfrage. In Computerspielen ist sie von unschätzbarem Wert, damit Figuren nicht durch Wände laufen oder Böden fallen und Projektile auch ihr Ziel treffen. Gerade in älteren Spielen war die Kollisionsabfrage oft ein großes Manko von Spielen. (…)

Ludum Dare 31: OMNI

Zwischen der Realität und den Welten in unseren Bildschirmen verlaufen die Grenzen eher fließend. Wer kennt nicht das Phänomen, eine Fliege, die sich auf dem Monitor niedergelassen hat, einfach wegklicken zu wollen? Wer möchte nicht manchmal den Bildschirm kippen oder drehen, damit ein bestimmtes Objekt an eine andere Stelle rutscht? Auch die Sprites in unseren Monitoren haben dieses Gefühl, weiß Entwickler Noah Ratcliff. (…)

Ludum Dare 31: Kram Keep

Erinnert sich außer mir eigentlich noch jemand an den großen Preis mit Wim Thoelke? Die Quizsendung rangierte bis 1993 in meiner kindlichen Werteskala deutlich über Wetten, dass..?, ich liebte die von Loriot geschaffenen Zeichentrickfiguren Wum und Wendelin, fand den Moderator sympathisch und war stets beeindruckt von einer riesigen Videowand, die aus einer Vielzahl von Fernsehern zusammengebaut schien. (…)

Ludum Dare 31: Pengie

Seit 1991 vergibt die im amerikanischen Cambridge erscheinende Zeitschrift „Annals of Improbable Research“ den Ig-Nobelpreis – eine Auszeichnung, die wissenschaftliche Leistungen ehrt, die besonders zum Lachen sind. Im Jahr 2005 bewiesen die Juroren mit ihrer Wahl hervorragenden Geschmack, denn sie ehrten die Forscher Victor Benno Meyer-Rochow von der International University Bremen und zwei seiner Amtskollegen. (…)

Ludum Dare 31: Entire Screen of One Game

Manchmal filme ich gern mit dem Handy meinen Fernseher. Was er abbildet, ist keine Überraschung, aber irgendwie doch faszinierend: ein Handy im Fernseher im Handy im Fernseher im Handy im Fernseher im Handy im Fernseher. Und so weiter, versteht sich. Mein Hirn fühlt sich wohl beim Gedanken an endlose Verschachtelung. Manchmal frage ich mich, ob die Atome unseres Universums nicht vielleicht kleine Planeten sind, auf denen wieder andere Lebewesen existieren, deren Universum ebenso unerkundet ist wie das unsere. (…)