Archiv

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How Dare You! #05: Steven Colling

“Disziplin ist wichtiger als Leidenschaft.”

Irgendwo in einem kleinen Dorf in Rheinland-Pfalz, nahe am Rhein gelegen und nur einen Steinwurf von Karlsruhe entfernt, hausiert Steven Colling. Vor gut anderthalb Jahren hat der 26-jährige sein Master-Studium in Informatik abgeschlossen und entwickelt nun in Vollzeit Spiele von zuhause aus. In unserem Gespräch hat er mir eröffnet, welche Rolle das Ludum Dare dabei einnimmt, wie seine Arbeit aussieht und was er sich für die Zukunft erhofft. (…)

Ludum Dare 32: Bloodshot

Blutspenden ist eine heikle Angelegenheit. In Deutschland beispielsweise dürfen Freiwillige nicht zum Aderlass antreten, wenn sie sich innerhalb der vergangenen vier Monate Tattoos oder Piercings haben machen lassen, wenn sie innerhalb des vergangenen halben Jahres in den Tropen waren oder wenn sie promiskuitiv leben – wobei die Grenzen zwischen Promiskuität und wahrer Liebe in zahlreichen Fällen innerhalb kurzer Zeit bekanntlich fließend ausfallen. (…)

GameLoading: Rise of the Indies – Die Labskaus-Dokumentation

Labskaus ist ein eher kontrovers aufgenommenes Gericht nordischer Kochkunst. Jede Menge leckerer Zutaten werden zu einem Brei gepanscht, der am Ende die Geschmacksnerven vielleicht doch ein wenig überstrapaziert. Die Indiegame-Dokumentation GameLoading: Rise of the Indies fühlt sich genauso an, wie der Moment, in dem gleichzeitig Rollmops, Rote Bete, Spiegelei und Schweineschmalz den Gaumen kitzeln. (…)

The Legend of Zelda: Symphony of the Goddesses – Master Quest

Dass die schon ob ihres Umfangs epische „Zelda“-Reihe mehr als viele andere Marken Generationen zu verbinden vermag, zeigt sich regelmäßig bei Großveranstaltungen. Links und Zeldas in allen Altersklassen belagern Fachmessen und nicht selten auch die Düsseldorfer Immermannstraße, das Herz des stadteigenen japanischen Viertels. Umso passender war es daher, dass am vergangenen Sonntag eine von nur drei deutschlandweiten Orchesterdarbietungen der „Zelda“-Soundtracks in der hiesigen Mitsubishi Electric Halle erfolgte. (…)

How Dare You! #02: Oliver Zell alias OadT

Der aus der rheinland-pfälzischen Kleinstadt Zweibrücken stammende, 18-jährige Oliver Zell hat bis zum Beginn seines Mathematikstudiums im Herbst noch einiges an Zeit zu überbrücken. Zeit, die er nutzen will, um eifrig an neuen Spielideen zu arbeiten und dabei seine Fähigkeiten auszubauen.
Zum ersten Mal nahm Oliver Ende 2014 am Ludum Dare teil, und gab dabei mit Divided World ein, wie er selbst sagt, eher schlechtes Spiel ab. (…)

How Dare You! #01: Daniele Giardini von Suppagumma

“Oh my god, am I cheating at this interview?”

Daniele Giardini ist ein humorvoller, liebenswürdiger Kerl. Bei unserem Twitter- und eMail-Schriftverkehr gibt er mir schnell diverse Spitznamen wie “The Trident Guy”, “Baron Poseidon” oder “My esteemed Dr. Sebastian”; seine Nachrichten schließt er mit “Hasta la vista!”, “Cheerios!” oder auch “OhMyGodIAteTooMuchPizzaHugs!”. (…)

Dyscourse: Katastrophentourismus

Gerade noch war ich auf dem Weg zu einem internationalen Barista-Wettbewerb… und plötzlich wache ich umgeben von Trümmerteilen an einem Strand auf. Langsam wird mir klar, dass mein Dysast Air-Flug abgestürzt ist. Zum Glück stoße ich schnell auf andere Überlebende der Katastrophe. Neben dem ewig schlecht gelaunten Dienstreisenden Steve und dem Verschwörungstheoretiker Teddy sind da noch das Touristen-Ehepaar Jolene und George und der Gamer Garret. (…)

“How Dare You!” – Portrait-Reihe zum Ludum Dare 32

Sehr verehrte Zielgruppe, bald ist es wieder soweit: Zum 32. Mal in knapp 13 Jahren startet der Gamejam Ludum Dare. Heute Nacht wird in unserer Zeitzone pünktlich um 03:00 Uhr das neue Jam-Thema verkündet (Nachtrag: Das Thema steht inzwischen fest und lautet ‘An Unconventional Weapon‘). In diesem Zuge werden Tausende Menschen auf unserem Erdball dazu animiert, innerhalb weniger Tage grandiose, furiose wie auch kuriose Spiele zu entwickeln. (…)

Reverse Engineering WipEout: A WebGL Experiment

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Die Markteinführung der ersten PlayStation im Jahre 1995 traf mich in einer Lebensphase, in der ich mich nicht so sehr für Spiele interessierte. Dafür blieb auch gar keine Zeit, da ich in dem Jahr den irrwitzigen Entschluss fasste, mich als 19-jähriger Pommesbuden-Besitzer selbständig zu machen. Wenn ich also nicht gerade Currywürste zubereitete, Bier an Stammkunden wie Bums-Bernd und Fliegen-Franz ausschank oder an der Buchhaltung verzweifelte, traf ich mich in der spärlichen Freizeit bevorzugt mit meinem Bett. (…)